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Vielseitiger Wiederholungskurs des Pionier-Zugs 2 Entlebuch
Entlebuch/Sörenberg, 7.–11. September 2026 – Eine abwechslungsreiche und intensive Woche liegt hinter dem Pionier-Zug 2 Entlebuch. Während des Wiederholungskurses standen sowohl die Ausbildung für den Ernstfall als auch praktische Arbeiten zugunsten verschiedener Gemeinden auf dem Programm. Dabei konnten die Zivilschützer ihr Wissen auffrischen, neue Geräte kennenlernen und ihre Fähigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen anwenden.
Praxisnahe Ausbildung auf der Arnialp
Der Wiederholungskurs startete am Montag, 7. September, auf der Arnialp am Fusse des Brienzer Rothorns in Sörenberg. An verschiedenen Ausbildungsposten wurden wichtige Fähigkeiten für künftige Einsätze trainiert.
Ein erster Schwerpunkt lag auf dem sicheren Umgang mit Fahrzeugen und dem neuen Pionieranhänger. Die Teilnehmenden beluden einen Anhänger selbstständig mit Holz und übten die fachgerechte Ladungssicherung. Ebenfalls auf dem Programm standen das Montieren von Schneeketten, das Parkieren mit Anhänger sowie das Befahren eines Parcours. Damit konnte die Fahrzeugbeherrschung unter unterschiedlichen Bedingungen gezielt verbessert werden.
Gleichzeitig erhielten die Zivilschützer eine Einführung in die verschiedenen Werkzeuge und Maschinen des neuen Pionieranhängers. Neben deren Funktion und Einsatzmöglichkeiten wurde insbesondere die sichere Handhabung thematisiert. Praktisch geübt wurde unter anderem der Einsatz von Motorsägen und Rettungsäxten.
Personenrettung und Arbeiten in schwierigem Gelände
Bei einem weiteren Ausbildungsposten stand die Rettung einer eingeklemmten Person im Mittelpunkt. In einem realitätsnahen Szenario wurde angenommen, dass eine Person unter einem Baumstamm eingeklemmt ist. Die Teilnehmenden mussten den Baumstamm mit den vorhandenen Hilfsmitteln kontrolliert anheben und die Person möglichst sicher befreien. Entscheidend waren dabei ein koordiniertes Vorgehen, eine klare Zusammenarbeit und der richtige Einsatz der Geräte. Zusätzlich wurde die Handhabung von Generator, Kompressor und Bohrmaschine trainiert.
Auch das sichere Arbeiten in steilem und unwegsamem Gelände wurde geübt. Bei der Absturzsicherung lernten die Zivilschützer, sich korrekt zu sichern und abzuseilen. Weiter wurde trainiert, wie Material oder Personen gesichert einen Hang hinauftransportiert werden können.
Abgerundet wurde der Ausbildungstag mit einem Nothelferkurs. Die Teilnehmenden frischten ihre Kenntnisse in Erster Hilfe auf und übten das richtige Verhalten bei einem Notfall. Dazu gehörten die Beurteilung verletzter Personen, wichtige Sofortmassnahmen sowie das korrekte Anlegen von Druckverbänden.
Für das leibliche Wohl während des Ausbildungstages sorgte die Küchenmannschaft und leistete damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum reibungslosen Ablauf.
Arbeitseinsätze in der Region
Vom 8. bis 10. September verlagerte sich der Schwerpunkt auf verschiedene Arbeitseinsätze in den Gemeinden. An mehreren Orten wurden Unterhalts- und Instandhaltungsarbeiten ausgeführt.
In Nebikon erstellten die Zivilschützer in einer Halle eine neue Holzwand. In Romoos wurden Wanderwege instand gehalten und neue Fahrradübergänge erstellt. Im Heiligkreuz standen Arbeiten am Stationenweg auf dem Programm. Zusätzlich wurde dort ein Teich ausgepumpt, damit dieser anschliessend gereinigt und gepflegt werden konnte.
Auch im Gebiet der Korporation Escholzmatt wurden Wanderwege instand gehalten. In Flühli arbeitete der Pionier-Zug am Glaserweg im Gebiet Thorbach. In Sörenberg wurden Wege im Bereich des Emmensprungs sowie bei Silwengen/Bodenhütte erneuert. In Wolhusen standen schliesslich Unterhaltsarbeiten an einem Weg sowie an einer Mauer bei der Kirche an.
Damit lag ein wesentlicher Schwerpunkt der Einsatzwoche auf der Pflege und Erneuerung von Wanderwegen. Die ausgeführten Arbeiten tragen dazu bei, bestehende Wege, Anlagen und Bauwerke zu erhalten und deren sichere Nutzung weiterhin zu gewährleisten. Gleichzeitig boten die Einsätze den Zivilschützern die Möglichkeit, ihr handwerkliches Können unter realen Bedingungen einzusetzen und die Zusammenarbeit innerhalb des Zuges weiter zu festigen.
Erfolgreicher Abschluss einer intensiven Woche
Am Freitag, 11. September, stand das Retablieren auf dem Programm. Fahrzeuge, Maschinen, Einsatzgeräte und weiteres Material wurden gereinigt, kontrolliert und wieder einsatzbereit gemacht.
Damit ging eine vielseitige Woche zu Ende, in der Ausbildung und praktische Arbeit erfolgreich miteinander verbunden wurden. Die Zivilschützer konnten zahlreiche Erfahrungen sammeln, bestehende Kenntnisse vertiefen und den Umgang mit verschiedenen Geräten und Maschinen trainieren.
Gleichzeitig konnte der Pionier-Zug 2 Entlebuch mit seinen Arbeitseinsätzen einen konkreten Beitrag zugunsten der Gemeinden und der Bevölkerung leisten. Der Wiederholungskurs 2026 war damit sowohl für die Einsatzbereitschaft des Zivilschutzes als auch für die beteiligten Gemeinden eine wertvolle und erfolgreiche Woche.




















