Einsätze und Bilder
Unser Einsatz für Sie

Zivilschutz trainiert Führungsunterstützung für den Ernstfall
Willisau – Drei intensive Ausbildungstage, praktische Einsatzszenarien und der gezielte Einsatz digitaler Hilfsmittel standen im Zentrum des Wiederholungskurses des Führungsunterstützungszugs 2. Vom 23. bis 25. September 2026 trainierten die Angehörigen des Zivilschutzes in Willisau zentrale Fähigkeiten für die Bewältigung ausserordentlicher Lagen.
Wie werden Informationen aus einem Schadenereignis erfasst, beurteilt und so aufbereitet, dass eine Einsatzleitung rasch die richtigen Entscheidungen treffen kann? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden während des dreitägigen Wiederholungskurses intensiv.
Ein Schwerpunkt lag auf der Arbeit mit dem digitalen Lageführungssystem Sitrep. Die Teilnehmenden übten, Meldungen korrekt zu erfassen und zu triagieren, eine Nachrichtenkarte zu führen und aus zahlreichen Einzelinformationen ein verständliches Lagebild zu erstellen. Ergänzend wurden das Einrichten eines Kommandopostens, der Lageverarbeitungszyklus sowie das Skizzieren und Krokieren trainiert.
Theorie wird zum Einsatz
Das Gelernte wurde in der Übung «Homebase» praktisch angewendet. Dabei bearbeiteten die Gruppen ein vorbereitetes Schadenereignis und mussten laufend neue Meldungen verarbeiten. Eine Gruppe arbeitete mit analogen Führungsmitteln, die andere digital mit Sitrep. Am zweiten Übungstag wurden die Rollen getauscht.
Eine Besonderheit: Bereits bei der Vorbereitung und während der Ausbildung kam künstliche Intelligenz zum Einsatz. Unter anderem erstellten die Teilnehmenden mit einer KI-Anwendung eigene Schadensszenarien. Damit sollte nicht nur die Arbeit mit neuen Technologien erprobt, sondern auch aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten KI künftig in der Führungsunterstützung bieten kann.
Die Übung zeigte gleichzeitig, wo weiterer Ausbildungsbedarf besteht. Während die Arbeit mit den Standardprodukten und Sitrep gut funktionierte, soll insbesondere die strukturierte Präsentation von Lagerapporten künftig weiter vertieft werden.
Erste Hilfe mit direktem Praxisnutzen
Neben der Führungsunterstützung bildete die Erste Hilfe einen zweiten wichtigen Schwerpunkt. In einem halbtägigen Kurs trainierten die Angehörigen des Zivilschutzes unter anderem die Versorgung stark blutender Patienten, das Anlegen von Druckverbänden und die Reanimation.
Dieser Ausbildungsteil kam bei den Teilnehmenden besonders gut an. In der abschliessenden Kursauswertung wurde die Erste-Hilfe-Ausbildung mehrfach als persönliches Highlight genannt.
Auch das Konzept der Notfalltreffpunkte des Kantons Luzern war Bestandteil des Programms. Zudem wurden die Teilnehmenden mit dem digitalen Dienstbüchlein «Bruno» vertraut gemacht.
Positive Bilanz nach drei Tagen
An der abschliessenden Auswertung beteiligten sich 22 Angehörige des Zivilschutzes. Sämtliche Teilnehmenden zeigten sich mit Kursablauf und Kursinhalten zufrieden oder sehr zufrieden und gaben an, die gesteckten Ziele erreicht zu haben. Besonders positiv bewertet wurden der kameradschaftliche Umgang, die Verpflegung und die praxisnahen Ausbildungsinhalte.
Den Abschluss bildete nach der letzten Übungssequenz und einer Lektion zu den Notfalltreffpunkten ein gemeinsames Mittagessen bei der Lothar-Hütte.
Für die Kursleitung fällt die Bilanz positiv aus: Die Verbindung von theoretischen Grundlagen und praktischer Anwendung hat sich bewährt. Gleichzeitig liefern die Rückmeldungen konkrete Ansatzpunkte für den nächsten Wiederholungskurs. So sollen 2027 insbesondere mehr Zeit für die praktische Arbeit mit Sitrep und das Training des Lagerapports eingeplant werden.















